50 Jahre Stadtteil Duttenberg

Jubiläumsfest am Samstag, 17. September 2022 

Der höchstgelegene und zugleich kleinste Stadtteil, welcher mit der ehemaligen Burg Duttenberg und dem Deutschordenschloss Heuchlingen glänzt, wurde am 1. März 1972 in die Stadt Bad Friedrichshall eingemeindet.

Dies nehmen wir zum Anlass, ein schönes Jubiläumsfest für die Bürger*innen aus allen Stadtteilen und von nah und fern zu feiern.

Genießen Sie einen schönen Abend mit gutem Essen und kalten Getränken in einem traumhaften Ambiente mit toller Beleuchtung und Livemusik.

Für die Kinder gibt es ein buntes Kinderprogramm.

Programm

17.00 Uhr Sektempfang für alle Bürger*innen aus allen Stadtteilen und aus nah und fern
17.30 Uhr Ansprachen, musikalisch umrahmt
19.00 Uhr Livemusik von Marc & Lobo 

Unterlagen zur Eingemeindung aus dem Jahr 1972

Duttenberger Geschichte

Archäologische Zeugnisse belegen, dass die Markung Duttenberg seit der provinzialrömischen Epoche kontinuierlich besiedelt ist. Quellenschriftlich wird sie erstmals 778 im Lorscher Kodex fassbar. Darin wird auch der Ort "Dudunburc" explizit 798/799 erwähnt. Der Namensteil "-burc" kann als Hinweis auf eine frühmittelalterliche Entstehung der ehemaligen, heute noch rudimentär bestehenden Burg am Steilhang zur Jagst gewertet werden. In ihrem Umfeld bildete sich in fränkischer Zeit eine Wohnsiedlung, wofür die ältere, in der Flur Scherzlingen vermutete Siedlung aufgegeben wurde.

Bei der ehemaligen Burg bestand, archäologisch belegt, schon in vorromanischer Zeit am Standort der heutigen, 1734 errichteten Pfarrkirche St. Kilian ein Sakralbau. Zum Sprengel der 1302 schriftlich fassbaren Kirche gehört(en) die etwa 1 Kilometer südwestlich vom Dorf in der Flur Kapellenäcker liegende spätgotische Kreuz- oder St. Annakapelle mit der um 1485 als Wandmalerei ausgeführten Kreuzlegende sowie bis 1438 Offenau und bis 1876 Bachenau.

Im Spätmittelalter erscheint Duttenberg in Reichsbesitz. Der größere Teil des Ortes wurde vom Kaiser mehrfach verpfändet, zuletzt 1362 an das Erzbistum Mainz, das ihn 1484 an den Deutschen Orden vertauschte. Etwa ein Drittel an Burg und Dorf, das die Herren von Weinsberg seit mindestens 1334 als Reichslehen innehatten, kam 1446 an die Kurpfalz, die es 1668 die Deutschherren verkaufte. 1679 konnten diese auch noch den kleinen Capplerschen Ansitz über der Kelter erwerben. Als der Deutsche Orden 1769 seinen Grundbesitz am Ort reorganisierte, erfuhr die Burg ihre Umnutzung zum Bauernhof. Bei der Säkularisation 1805 kam der ganze Ort an Württemberg, das ihn 1807 dem neugeschaffenen Oberamt Neckarsulm eingliederte. Der einstige deutschordische Verwaltungssitz "auf der Ebene", das Deutschordensschloss Heuchlingen, wurde 1852 dem Ortsgebiet zugeschlagen. Duttenberg kam 1938 zum Landkreis Heilbronn und wurde am 1. März 1972 in die Stadt Bad Friedrichshall eingemeindet.