Der Stadtteil begeht sein 1251-Jahr-Jubiläum mit einer eigenen Veranstaltungsreiche, Ausstellung und Jubiläumsbroschüre 

Liebe Untergriesheimerinnen, liebe Untergriesheimer,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Besucherinnen und Besucher,

1250 plus eins Jahre Untergriesheim – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Griesheim wurde erstmals im Lorscher Codex anlässlich einer im Jahr 771 erfolgten Schenkung erwähnt und feierte somit im letzten Jahr sein Stadt-(teil)-jubiläum. Da die Coronapandemie Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Jubiläum unmöglich machte, holen wir das beachtliche Wiegenfest in 2022 nach.

Bereits 2019 startete ein engagierter Arbeitskreis aus Vereinen und Stadt damit, zahlreiche Veranstaltungen, die durch das Jubiläumsjahr führen, vorzubereiten. Die Jubiläumsbroschüre unseres Stadtarchivars musste bebildert und Geschichten gesammelt werden und das Logo wurde zweimal gestaltet: 1250 und 1251 Jahre Untergriesheim.

Eigentlich wollten wir bereits im Januar mit einigen Feierlichkeiten starten, doch die Pandemie ließ dies nicht zu. So wird der offizielle Start in das Jubiläumsjahr der 29. April 2022 sein mit einem Festabend in der St. Johann Baptist Kirche, musikalisch umrahmt von Familie Eitzenhöffer und der Eröffnung einer gemeinsam von Kreisarchivarin Petra Schön und Stadtarchivar Simon M. Haag entwickelten Ausstellung Lorscher Codex – ältestes Grundbuch der Region?. Auf insgesamt neun Tafeln wird nicht nur die frühe Geschichte des Klosters Lorsch gezeigt und wie es dazu kam, dass Untergriesheim in dessen Codex am 16. April 771 erwähnt wird, sondern auch die im Boden überlieferte Geschichte der Untergriesheimer Gemarkung seit der Vorgeschichte. Diese Ausstellung ist in der Untergriesheimer St. Johann Baptist Kirche von Samstag, 30. April bis Sonntag 12. Juni 2022 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu sehen.

Weitere Programmpunkte sind die traditionellen Feste wie das Maifest an der Jagst oder das Untergriesheimer Dorffest, aber auch Veranstaltungen, extra für das Jubiläumsjahr organisiert: Führungen oder Untergriesheim lacht, eine OpenAir Comedyreihe mit einem humorigen Kinoabend, Frl. Wommy Wonder, den Subbr Schwoba und Fifteen shades of Fleischles.

Den Abschluss des Veranstaltungsjahres gestalten dann bei einem Liveabend aktive und ehemalige Untergriesheimer Musikerinnen und Musiker. Tragen Sie sich doch die Termine in Ihren Kalender ein, denn die Einnahmen aus der Verpflegung der Comedyreihe und dem Abschlussabend kommen den Vereinen zugute. Die Führungen und Eintritte für die Comedyreihe sind immer frei für die Besucherinnen und Besucher und beim Auftaktabend am 29. April laden wir alle Gäste zum gemütlichen Beisammensein und zum Gaumenschmaus ein.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen viel Vergnügen und eine dauerhafte Erinnerung an unser tolles Jubiläumsjahr 2022! 

Herzliche Grüße

Ihr
Timo Frey
Bürgermeister

Das Festprogramm für das Jubiläumsjahr

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Hier finden Sie das ausführliche Festprogramm 2022. 

Jubiläumsbroschüre

Anlässlich des Jubiläums erstellte Stadtarchivar Simon M. Haag eine Jubiläumsbroschüre „1250 Jahre plus ein Jahr Untergriesheim - 771 – 2022“. Auf 134 Seiten, dicht gepackt mit Informationen und Geschichten, ist die Chronik von Untergriesheim ein echter Augenschmaus geworden. Die Broschüre kostet 5 Euro Schutzgebühr. Diese ist im Rathaus und in der Verwaltungsstelle erhältlich. Öffnungszeiten hier

Ausstellung zum 1250 plus eins -jährigen Jubiläum von Untergriesheims Ersterwähnung

Ausstellungsbeispiel (Jagstfeld 2018)
Ausstellungsbeispiel (Jagstfeld 2018)

1251 Jahre nach der Ersterwähnung Untergriesheims im Lorscher Codex zeigt die Stadt Bad Friedrichshall ab Freitagabend, den 29. April 2022, die gemeinsam von Kreisarchivarin Petra Schön und Stadtarchivar Simon M. Haag entwickelte Ausstellung „Lorscher Codex – ältestes Grundbuch der Region?“

Auf insgesamt neun Tafeln wird aber nicht nur die frühe Geschichte des Klosters Lorsch gezeigt und wie es dazu kam, dass Untergriesheim in dessen Codex am 16. April 771 erwähnt wird, sondern auch die im Boden überlieferte Geschichte der Untergriesheimer Gemarkung seit der Vorgeschichte kommt zum Tragen. 

Die Ausstellung in der Kirche St. Johann Baptist, ist von Samstag, 30. April bis Sonntag 12. Juni 2022 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Ortsgeschichte Untergriesheim

Untergriesheim wird gesichert erstmals mit einer Schenkung des fränkischen Großadligen Nortman an das Kloster Lorsch Kloster am 16. April 771 erwähnt. Im hohen Mittelalter zählte das Dorf zum Reichsgut und wurde vom Kaiser mehrfach verpfändet, zuletzt 1362 an das Erzbistum Mainz. Dieses vertauschte das Dorf 1484 an den Deutschen Orden. Bei der Säkularisation fiel Untergriesheim 1805 an Württemberg, das es 1806 dem neugeschaffenen Oberamt Neckarsulm zuordnete. 1938 wurde der Ort dem neuen Landkreis Heilbronn zugeschlagen und am 1. Januar 1975 nach Bad Friedrichshall eingemeindet.

Der Kirchensatz gehörte als bischöflich-würzburgisches Lehen 1302 den Herren von Weinsberg, welche ihn 1440 an die Pfalzgrafen bei Rhein verpfändeten. Diese verkauften ihn 1581 an den Deutschen Orden. Die Pfarrei war Mutterkirche für Tiefenbach und Höchstberg bis 1713, für Heuchlingen bis 1808 und für Hagenbach bis 1954. Die früh auf dem heutigen Friedhof errichtete Cäcilien-Kirche wurde 1845 abgebrochen, nachdem 1839/1840 die heutige St. Johannes Baptista Kirche errichtet worden war. Ein Rathaus wird 1557 fassbar, eine Schule 1620. Der Ort wurde 1869 an die Eisenbahn angeschlossen.

Grussworte & Vereins-Chroniken

Fotonachweis: „Stadtarchiv Bad Friedrichshall“