Salz - Kristall des Lebens

Das Gradierwerk im Campuspark

Salz und Sole verbindet die drei Salzstädte Bad Friedrichshall, Bad Rappenau und Bad Wimpfen. Entdeckt wurden tief unter der Erlde liegende Salzlager Anfang des 19. Jahrhunderts. Bis zum heutigen Tag wird dieses natürliche Heil- und Nahrungsmittel auf verschiedene Art und Weise von den Städten genutzt - sei es in den Frei- und Hallenbädern der Städte, dem Solebad in Bad Wimpfen, dem Solefreibad Bad Friedrichshall, am Gradierwerk in Bad Rappenau oder dem Salzbergwerk in Bad Friedrichshall.

Miteinander verbunden werden die drei Städte auch durch den Salz & Sole Radweg, der auf 38 km entlang des Neckars verläuft. Eine Fahrt auf dem Themenweg verspricht nicht nur viel Spaß, sondern informiert auch über die Salzgewinnung in der unteren Neckarregion.

Ein Highlight für alle Wanderer und Spaziergänger ist der Salzwanderweg in Bad Friedrichshall. Der Salzwanderweg begibt sich auf die Spuren des Salzes und führt weit zurück in die Geschichte der Stadt. König Friedrich von Württemberg ließ im frühen 19. Jahrhundert nach Salz bohren und wurde so zum Namenspatron der Stadt. Der Weg führt durch die Geschichte der Salzgewinnung und des Salzabbaus, die Orte dieser Geschichte erleben Sie bei dieser Wanderung.

Gemeinsame Sache der drei Salzstädte

Auf der BUGA in Heilbronn präsentieren sich die drei Städte mit einem einzigartigen Gradierwerk. Bei diesem Freiluftinhalatorium rieselt voll gesättigte Sole, die einen Salzgehalt von 27 Prozent aufweist (im Vergleich: die Weltmeere haben einen Salzgehalt von 3,5 Prozent) über Schlehenreisig nach unten und reichert die Luft in der Umgebung mit Salz an. Man atmet hier sozusagen gesunde "Meeresluft" und tut damit der Gesundheit etwas Gutes. Was nicht verdunstet wird in einer Auffangwanne gesammelt und mit einer Pumpe wieder nach oben befördert, um dann erneut über Reisig zu rieseln.

Unsere Termine während der BUGA

28. April

9 bis 18 Uhr                                  

Salzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
14 bis 17 Uhr

14.00 Uhr: Das Märchen von der Salzprinzessin

14.30 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                 Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

15.00 Uhr: Das Märchen von der Salzprinzessin

15.30 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                 Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

16.00 Uhr: Das Märchen von der Salzprinzessin

16.30 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                 Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

12. Mai9 bis 18 UhrSalzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
15 bis 17.30 Uhr

15.00 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

16.00 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                 Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

17.00 Uhr: Die Geschichte vom BUGA-Zwerg Karl und den

                 Schmunzelsteinchen aus Bad Friedrichshall

26. Mai9 bis 18 UhrSalzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
23. Juni9 bis 18 Uhr Die Salzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
14 bis 18 UhrMärchenerzählen von der Salzprinzessin
7. Juli9 bis 18 UhrSalzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
14 bis 18 UhrDer Volkschor Bad Wimpfen zeigt traditionelle Renaissance-Tänze
Spannende Theateraufführungen der Gruppe Aderlass
28. Juli9 bis 18 UhrSalzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
14 bis 18 Uhr             Ein Bergmann erzählt Interessantes und Unterhaltsames zum Thema Salzgewinnung
Die Stauferwache aus Bad Wimpfen präsentiert sich mit einer Waffen- und Rüstschau. Des Weiteren wird das traditionelle Brettchenweben am Borten-Webstuhl gezeigt.
11. August9 bis 18 Uhr Die Salzhändler zeigen das traditionelle Salzsieden
22. September9 bis 18 Uhr Die Salzhandler zeigen das traditionelle Salzsieden
14 bis 18 Uhr Märchenerzählungen von der Salzprinzessin
Der Volkschor Bad Wimpfen zeigt traditionelle Renaissance-Tänze
Der Stauferpfalz Festspielverein begeistert mit einem Theaterstück
Die Sängerinnen und Sänger des Cantus Juvenis bezaubern mit ihrem Chorgesant

Landkreis Pavillion

Zusätzlich sind die drei Salzstädte im Heilbronner Landkreis-Pavillon vertreten, denn das Großereignis BUGA, zu dem rund zwei Millionen Besucher erwartet werden, ist für sie von großer touristischer Bedeutung. Der Landkreis-Pavillon soll ein Schaufenster für die ganze Region werden. Im Mittelpunkt stehen die touristischen Stärken, die Lebensqualität und die Wirtschaftskraft. Der Landkreis stellt dafür 500 000 Euro zur Verfügung für Baukosten, Medientechnik, Außenbereich, Imagefilm und Betriebsausgaben.

Saline Friedrichshall und Salzbergwerk "König Wilhelm II"

Salzgeschichte Bad Friedrichshall

1812 erteilte König Friedrich von Württemberg den Auftrag in der damals eigenständigen Gemeinde Jagstfeld nach Salz zu suchen und so begann unter Leitung des Bergassessors Bilfinger die Erbohrung des Salzes. 1816 stieß er auf Steinsalz in ca. 140 m Tiefe. Zwei Jahre danach wurde das erste Salz gesotten. Der Salinenaufbau wurde massiv vorangetrieben und beim Besuch des Königs Wilhelm I im Jahr 1820 gab dieser der Saline den Namen „Friedrichshall“.

Der weiter Ausbau der Saline wurde in der Folgezeit durch Friedrich A. Alberti erfolgreich vorangetrieben.

Das Fördern der Sole bedingte entsprechende Energie, Kräfte. Um diese bereitzustellen, wurde in den Jahren 1819 – 1825 ein Kanal von Hagenbach, einem Stadtteil von Bad Friedrichshall, bis zur Mündung in den Neckar bei der Saline gegraben. Später wurde dann statt der Nutzung der Fließenergie eine Staustufe und ein turbinengetriebenes Kraftwerk gebaut.

Um den Salzertrag zu steigern, begann im Jahr 1854 das Abteufen eines Schachts für ein Salzbergwerk und ab 1859 war dieses auf den Gelände der Saline in Betrieb. Damit wurde im Betrieb „Friedrichshall“ einerseits Salz gesotten und andererseits bergmännisch abgebaut. Ein Wassereinbruch im Salzbergwerk im Jahr 1895 führte zur Schließung des Bergwerks. Der Salinenbetrieb ging jedoch weiter.

Das Königreich Württemberg gab umgehend den Auftrag zur Errichtung eines neuen Salzbergwerkes und dieses wurde dann auf der Gemarkung Kochendorf erstellt und ging 1899 in Betrieb.

Anfänglich arbeiteten beide Betriebe, die Saline und das Bergwerk zusammen. Eine Salzbahn verband diese über den Fluss Kocher hinweg.

Aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen musste die „Saline Friedrichshall“ 1969 stillgelegt werden. Das Bergwerk in Kochendorf arbeitete als salz - fördernder Betrieb bis 1994 weiter.

Heute ist dieses Werk in die Südwestdeutschen Salzwerke AG eingegliedert und arbeitet als Betrieb zur Einlagerung von Bergwerk - Versatzstoffen weiter.

Von der alten Saline „Friedrichshall“ sind einige Verwaltungs-, Wohnhäuser, der Salinenkanal mit dem allerdings veränderten Kraftwerk noch vorhanden. Der heutige Schachtsee zeugt vom Einsturz des alten, aufgegebenen Salzbergwerkes.

Unser BUGA-Flyer

Hier finden Sie unseren BUGA-Flyer.

Die Salzhändler werden ihr profundes Wissen mit den Besuchern teilen und gerne zum Thema Salzkunde informieren. Wer in die Welt der Salze eintauschen und einmal Salze aus verschiedenen Ländern und Kontinenten ausprobieren möchte, ist bei den Salzhändlern genau richtig.